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November 2009, 9. Jahrgang, Ausgabe 11 Ausgabe: Nr. 11 » November 9, 2009

Vertrauen und Selbstvertrauen

November 9, 2009
Der ehemalige US-Aussenminister James Baker über 20 Jahre Mauerfall.
Von Andreas Mink
Dieser Tage geben sich die Weltmedien ein Stelldichein an der Louisiana Street in Houston, Texas. Dort steht gegenüber dem Rathaus aus der Roosevelt-Ära ein wuchtiges Hochhaus, in dessen Spitzenetagen die Kanzlei Baker Botts residiert. Die Firma hat seit den 1850er Jahren... more...

Für Hobby-Genealogen und Wissenschaftler

November 9, 2009
Die Gründer der Bibliothek Germania Judaica in Köln wollten vor 50 Jahren dem wiedererwachenden Rechtsextremismus etwas Substantielles entgegensetzen. Heute dient die Bibliothek sowohl Wissenschaftlern als auch Laien als umfangreiches Archiv über die Geschichte des deutschen Judentums.
von Heinz-Peter Katlewski
Ein pensionierter Schriftsetzer recherchiert zum jüdischen Leben am Niederrhein während des 18. Jahrhunderts und liest sich im dritten Stock des Hauptgebäudes der Kölner Stadtbibliothek durch Magazinakten. Hier am Neumarkt, mitten im Stadtzentrum, hat eine... more...

Jüdische Kultur in der Stadt am Rhein

November 9, 2009
Juden prägen die Kulturgeschichte und Identität im katholischen Köln seit knapp zwei Jahrtausenden. Immens ist der Beitrag der Kölner Juden zu Politik, Kunst und Wirtschaft.
Von Katja Behling
Die Kölner jüdische Gemeinde ist die älteste nördlich der Alpen. Ein Dekret des Kaisers Konstantin erwähnte diese bereits im Jahre 321 – bereits zu diesem Zeitpunkt beschäftigte sich der römische Herrscher mit seiner «Colonia» am fernen Rhein. Mit dem Dekret hob... more...

Das missverstandene Gedicht

November 9, 2009
Die Loreley
Ich weiss nicht, was soll es bedeuten,
dass ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fliesst der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im... more...

Martyrium am Mittelrhein

November 9, 2009
Die jüdischen Gemeinden im Ersten Kreuzzug 1096 und die moderne Geschichtsschreibung.
Von Alfred Bodenheimer
Als Papst Urban II. im Jahr 1095 in Clermont die Christenheit aufrief, das Kreuz zu nehmen, um Jerusalem aus muslimischer Herrschaft zu befreien, löste er, kaum willentlich, eine Bewegung aus, die, fernab von Jerusalem und muslimischer Herrschaftsgrenzen, im Rheinland... more...

Heinrich Heine und die Romantik

November 9, 2009
Der deutsche Dichter Heinrich Heine schrieb mit seinem Gedicht «Loreley» der Deutschen liebstes Gedicht über die sagenumwobene Nixe auf einem Felsen am Rheinufer.
Von Irene Armbruster
Heinrich Heine wurde in Düsseldorf am Rhein geboren. Das erklärt manches, aber nicht alles. Ausgerechnet er, den die Deutschen mit Zensur, Schikane und Antisemitismus aus dem Land trieben, schrieb 1823 der Deutschen liebstes Loreley-Gedicht: «Ich weiss nicht, was soll... more...

Erinnerung bleibt in Namen bestehen

November 9, 2009
In den drei Gemeinden Speyer, Worms und Mainz ist das aschkenasische Judentum entstanden. Die Werke ihrer Gelehrten prägen noch heute Lernen und Liturgie.
Von Uri R. Kaufmann
Nach einer jüdischen Überlieferung rettete ein Mitglied der Familie Kalonymos im Jahr 982 in der norditalienischen Stadt Lucca Kaiser Otto II. und erhielt dafür die Erlaubnis, sich in Mainz anzusiedeln. Der wissenschaftlichen Forschung hält diese Überlieferung zwar so... more...

Das Herz lacht nicht ganz mit

November 9, 2009
Geboren 1920 im heutigen Mainzer Stadtteil Gonsenheim, führt der New Yorker Anwalt Fritz Weinschenk den Leser durch die Welt, in der er aufgewachsen ist. Wie viele deutsche Juden verstand sich Weinschenks Familie als «urdeutsch». Heute steht der Anwalt dem «neuen Deutschland» positiv gegenüber – aber wenn er «Mainz bleibt Mainz» im Fernsehen sieht, kann er doch nicht aus ganzem Herzen mitlachen.
Von Fritz Weinschenk
Das Dorf Gonsenheim liegt ungefähr acht bis zehn Kilometer westlich von Mainz. Damals, nach dem Ersten Weltkrieg, war es noch ein kleines Bauerndorf, umgeben von Schrebergärten und Feldern, bewässert durch einen Bach, den Gonsbach. Vom Mainzer Hauptbahnhof war mein... more...

Wiege jüdischer Moderne

November 9, 2009
Am Anfang war der Gewürzhandel. Wie aus einer Niederlassung jüdischer Fernhändler in Mainz binnen weniger Jahrzehnte die aschkenasische Kultur erblühte, schildert der Historiker Uri R. Kaufmann im ersten Beitrag dieser Ausgabe über jüdisches Leben am Mittelrhein. Die Händler bildeten das... more...

Meine Suche nach Raschi

November 9, 2009
In seinem neuen Buch philosophiert Elie Wiesel über den jüdischen Religionsgelehrten Raschi. Im Folgenden ist ein Auszug aus dem ersten Kapitel zu lesen. Darin geht Wiesel auch auf die Lehrjahre Raschis in Mainz und Worms ein.
Von Elie Wiesel
Ich erinnere mich: Als Kind hat mir Raschis kursive Schrift Angst gemacht. Mehr Angst als die der Bibel. Raschis Schrift kündete von einer Welt, die fraglos komplex und anscheinend geheimnisvoll war, in die nur Erwachsene mit Fug und Recht eintreten konnten.
Später, mit... more...

Wieder erblühtes Judentum

November 9, 2009
Die jüdische Gemeinde Köln ist die älteste jüdische Gemeinde Deutschlands und auch die älteste jüdische Gemeinschaft in Europa nördlich der Alpen.
Von Sabine Pfennig-Engel
Die jüdische Gemeinschaft in Köln wurde bereits 321 n. d. Z. im Dekret Kaiser Konstantins erwähnt. Die Gemeinde widerspiegelt das Schicksal von Juden in Deutschland im Laufe von vielen hundert  Jahren, eine Geschichte, geprägt von Zeiten gegenseitigen Vertrauens,... more...
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