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6. Oktober 2008, 8. Jahrgang, Ausgabe 10 Ausgabe: Nr. 10 » October 6, 2008

Ignorierte Lektionen

Von Richard Cohen, October 6, 2008
Die Krise der Finanzmärkte war absehbar, aber die Wall Street hat ihre ruinösen Spielchen munter weiter betrieben.

Von Richard CohenUnter all den selbsternannten Experten, die sich derzeit zu der Krise der Finanzmärkte
äussern, habe ich meine höchsten Erwartungen für Nick Leeson
reserviert. Sie erinnern sich: Als 28-Jähriger brachte es Leeson 1995 im
Alleingang zuwege, die... more...

Die schwedische Feministin

Von Irene Armbruster, October 6, 2008
Politik und Selbsterfahrung, psychologisches Wissen und politisches Engagement waren es, was die Kostümdesignerin Gunilla Palmstierna-Weiss mit ihrem Mann Peter Weiss verband. Ein Besuch bei ihr in Stockholm.

Von Irene Armbruster
Es regnet in Stockholm. Ein grauer Regen, nur die Grösse der Regentropfen
variiert, nicht die Farbe des Himmels und des Meeres, das die 14 Inseln umspült,
auf der die schwedische Hauptstadt schwimmt. Im Wohnzimmer von Gunilla Palmstierna-Weiss
... more...

Fluchtpunkt Stockholm

October 6, 2008
Womöglich war die Tradition des aufbau als Publikation deutsch-jüdischer
Flüchtlinge in New York für die Perspektive verantwortlich, aus der
wir in dieser Ausgabe die schwedische Hauptstadt Stockholm betrachten: Als Metropole,
die Flüchtlinge und Immigranten aufnimmt... more...

Held ohne Grab

Von Katja Behling, October 6, 2008
Unter Einsatz seines Lebens bewahrte der schwedische Diplomat Raoul Wallenberg während des Zweiten Weltkriegs Tausende von ungarischen Juden vor der Deportation. Beim Einmarsch der sowjetischen Truppen Anfang 1945 wurde er nach Russland verschleppt und galt als verschollen. Sein Schicksal ist bis heute mysteriös.

Von Katja Behling
Anfang Juli 1944 setzte sich ein junger Schwede in Stockholm ins Flugzeug.
Sein Name: Raoul Wallenberg. Sein Auftrag: In Budapest die Deportation der ungarischen
Juden zu verhindern. Was wie eine «mission impossible» klingt, glückte
teilweise.... more...

Nachts übers Meer

Von Katja Behling, October 6, 2008
Als vor 65 Jahren der Befehl zur Deportation der dänischen Juden erging, reagierten die Dänen mit einer beispiellosen Aktion: Bei Nacht und Nebel brachten sie im Oktober 1943 7000 Flüchtlinge über das Meer ins sichere Schweden. Gerettet wurden sie von dem deutschen Diplomaten Georg Ferdinand Duckwitz – einem NSDAP-Mitglied.

Von Katja Behling
Die Tatsache, dass gerade Rosch Haschana, das jüdische Neujahr, gefeiert
wurde, war ein glücklicher Umstand. So verbreitete sich die Nachricht,
dass die «Lösung der Judenfrage» nun auch im besetzten Dänemark
durchgezogen werden sollte, Ende... more...

Arabischer und muslimischer Antisemitismus in Schweden

Von Mikael Tossavainen, October 6, 2008
Stolz auf ihre humanistische und tolerante Tradition, tut sich die schwedische Gesellschaft schwer mit einer bedeutenden Minderheit an Araber und Muslimen, die eine neue Spielart des Antisemitismus vor allem in die Grosstädte tragen.

Von Mikael Tossavainen
Der Kollaps des Oslo-Prozesses im Palästina-Konflikt und der Beginn der
zweiten Intifada im Herbst 2000 haben in Europa eine Welle des Antisemitismus
ausgelöst. Die internationale Öffentlichkeit hat seither Brandanschläge
und andere... more...

O die Schornsteine

Von Katarina Holländer, October 6, 2008
Noch rechtzeitig irgendwohin. Manchen gelang es, irgendwohin zu gelangen. Den meisten nicht. Schweden, das war das «Irgendwohin», das Nelly Sachs vergönnt war. Die deutsche Dichterin blieb ihr weiteres Leben lang in Stockholm, wo sie 1970 im Alter von 78 Jahren starb, im Exil.

Von Katarina Holländer
Fünfundfünfzig Blätter. Kariertes Papier, mit einer grossen
rostfreien Büroklammer zusammengehalten. Von Hand hatte ich «Teile
Dich Nacht», die «letzen Gedichte», das schmale Büchlein,
das 1971 bei Suhrkamp erschienen war, in den... more...

100 Prozent arabisch, 100 Prozent jüdisch

Von Monica Strauss und Bo Persson, October 6, 2008
Seine Kindheit in der kosmopolitischen Atmosphäre Tunesiens prägt das Werk und die Ansichten des Schriftstellers Claude Kayat auch nach 50 Jahren in Stockholm.

Von Monica Strauss und Bo Persson
Als ich in Sfax aufwuchs, verkehrten dort Araber, Juden, Franzosen, Italiener,
Malteser und Griechen friedlich miteinander.» So erinnert sich der Schriftsteller
Claude Kayat an die tunesische Stadt, in der seine jüdische Familie bis more...

«Der Weg zurück ist mir unmöglich»

Von Wilfried Weinke, October 6, 2008
Die deutsche Kinderbuchautorin, Übersetzerin und Literaturagentin Grete Berges flüchtete 1936 über Kopenhagen nach Stockholm, wo sie bis zu ihrem Tod blieb.<br> Wilfried Weinke

Von Wilfried Weinke
Als die 1895 in Hamburg geborene Grete Berges 61-jährig in Stockholm starb,
erschien im aufbau ein kurzer Nachruf. Die Emigrantenzeitung in New York war
wohl das einzige deutschsprachige Presseorgan, das überhaupt Notiz von
ihrem Tod nahm. Die... more...
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