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5. April 2008, 8. Jahrgang, Ausgabe 4 Ausgabe: Nr. 4 » April 5, 2008

«Ich will die Juden jüdischer machen»

Yves Kugelmann, April 5, 2008
Rabbiner Adin Steinsaltz über jüdische Identität und die Bedeutung der «jüdischen Seele».

Interview: Yves Kugelmann
aufbau: Welches sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Themen
unserer Zeit?
Adin Steinsaltz: Das grundlegendste Thema ist erstens einmal,
dass das Judentum weiterexistiert – wir werden immer weniger. Doch das
ist nicht die wichtigste... more...

«Wir suchen nicht halachische Definitionen, sondern Lebensqualität»

Jacques Ungar, April 5, 2008
Rabbiner David Hartman, Gründer und Leiter des Jerusalemer Shalom Hartman Institute, gehört zu den führenden Philosophen des zeitgenössischen Judentums. Im Vorfeld des 60. Geburtstages des Staates Israel sprach der aufbau mit ihm über Stimmungen und Entwicklungen innerhalb der israelischen Gesellschaft.

Interview: Jacques Ungar
aufbau: An der Schwelle des 60. Geburtstages
des Staates Israel stellt man sich die Frage nach der Entwicklung der Gesellschaft
dieses Staates. Wie sehen Sie hier die Trends?
David Hartman: Nach meinem Dafürhalten macht Israels
... more...

Ein Leben in Widersprüchen aushalten

Noah Feldmann, April 5, 2008
Schon mit jungen Jahren ein prominenter Jurist, hat der Harvard-Professor Noah Feldman jüngst mit einem Essay über das «Paradoxon der Orthodoxie» eine heftige Debatte in Amerika ausgelöst. Ernüchtert von der modern-orthodoxen Schule seiner Kindheit, hält Feldman dennoch an seinem Glauben fest.

Von Noah Feldmann
Vor einiger Zeit bin ich zum zehnjährigen Jubiläum meiner Abschlussklasse
an der High School gegangen. Die Party fand im Garten eines ehemaligen Klassenkameraden
statt. Viele von meinen ehemaligen Mitschülern waren gekommen. Fast alle
waren... more...

Ein Plädoyer für Ausgeglichenheit

Antony Lerman, April 5, 2008
Israel nimmt für sich in Anspruch, über die Interessen der Juden in der Diaspora zu entscheiden, lehnt aber im Gegenzug deren Mitspracherecht in den eigenen Angelegenheiten ab. Dieses Missverhältnis sollte in einem offenen und ernsthaften Dialog diskutiert werden.

Von Antony Lerman
Sollen die Diaspora-Juden in der israelischen Politik mitreden können,
beispielsweise wenn die Regierung über den zukünftigen Status von
Jerusalem entscheidet oder ein Friedensabkommen aushandelt? Die meisten Israeli
würden dazu indigniert... more...

Judentum wohin?

April 5, 2008
Wer dieses Heft aufschlägt, wird in einen Disput verwickelt, dem das Alter der Ausgangsfrage nichts von seiner Schärfe nimmt: Die Zukunft des Judentums steht zur Diskussion. Es ist dem aufbau gelungen, dazu Positionen aus Europa, Israel und den USA einzuholen, die einander an Pointiertheit,... more...

Zwei Szenarien zur Zukunft des Judentums

Brian Klug, April 5, 2008
In Europa entfaltet sich ein reiches, differenziertes jüdisches Leben. Traditionelle Denkmuster werden dieser Entwicklung nicht mehr gerecht.

Von Brian Klug
I. Unsere Situation heute
Auf einer Tagung in London hat sich jüngst ein bedeutender Gelehrter
aus den USA, der dort an einem Institut für Jüdische Studien wirkt,
in bemerkenswerter Weise über das Judentum geäussert. Der Standpunkt
ist... more...

In ruhigere Gewässer?

Diana Pinto, April 5, 2008
Die jüdische Welt ist in Bewegung: Sie verlässt die Jahrzehnte des Holocaust-Gedenkens und ihren historischen Orbit.

Von Diana Pinto Auf die Frage nach der Zukunft des Judentums kann ich eine europäisch-jüdische
Antwort anbieten, die stark von meiner Sicht der Zeitgeschichte beeinflusst
ist. Von dieser Warte aus sehe ich das Judentum auf dem Weg in ruhigere Gewässer
– wobei ich die... more...

Optionen für eine jüdische Identität

Rabbiner Walter Jacob, April 5, 2008
Die überwältigende Mehrheit der Juden in Nordamerika, Israel und dem Rest der Welt ist nur in einem losen Sinne jüdisch. Aber solange jeder von uns an der Erneuerung des jüdischen Lebens in seiner ganzen Vielfalt teilnimmt, sieht unsere Zukunft hoffnungsvoll aus.

Von Rabbiner Walter Jacob
Wir Juden lieben den Pessimismus. Eine Schlagzeile über unser unmittelbar
bevorstehendes Verschwinden fesselt uns mehr als ein Versprechen auf das messianische
Zeitalter. Dies ist Teil unseres Erbes, das von den alten Propheten auf uns
... more...
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