Militäreinsatz
Als erster Spitzenpolitiker der arabischen Welt befürwortet Scheich Hamadbin khalifa al-thani, der Herrscher von Katar, die Entsendung von arabischen Truppen nach Syrien. «Wer das Blutvergiessen beenden will», sagte bin Khalifa in einemInterview mit dem amerikanischenTV-Programm «60 Minutes» von CBS, «muss Truppen dorthin entsenden, die sich mit demVerhalten des syrischen Regimes zu befassen haben, das seine Legitimität verloren hat.» Katar ist der turnusmässige Vorsitzende der Arabischen Liga, die im vergangenen Monat 165Beobachter nach Syrien geschickt hat, welche einen Bericht über die Konfrontation zwischen Bashar Assads Soldaten und den Regimegegnern erstellen sollen. Immer deutlicher erweist sich aber die Entsendung der Beobachter der Liga in die syrischen Konfliktzentren als ein eigentlicher Misserfolg. Hizbollah-Chef Hassan Nasrallah rief derweil die syrische Opposition im In- und Ausland dazu auf, sich mit der von Assad angeführten Zentralregierung in Damaskus zusammenzutun, damit diese «die Reformen verwirklichen» könne.


