Komplimente aus den USA
«Tief bewegt» zeigt sich die Gruppe «American Gathering of Holocaust Survivors and their Descendants» über die Entschlossenheit Deutschlands, den «tiefverwurzelten Antisemitismus» im eigenen Lande zu bekämpfen. Gleichzeitig habe das Ausmass des Antisemitismus in Deutschland, wie er aus einem, dem Bundestag formell am Montag präsentierten Bericht ersichtlich wird, echt schockiert. Der Bericht gedenkt zweier Daten: Des 70. Jahrestags der Wannsee-Konferenz, an der die Ausrottung des jüdischen Volkes systematisiert worden ist, und die 67. Wiederkehr der Befreiung des KZ Auschwitz. Die Gruppe komplimentiert die deutschen Behörden für die ehrliche Darstellung und die Konfrontation mit dem Ausmass des Problems. Dieser erste, 188 Seiten umfassende Bericht, dessen Inhalt schon im letzten November bekannt war, hält fest, dass rund 20 Prozent der Deutschen starke antisemitische Gefühle hegen würden. Der deutsche Antisemitismus lässt sich gemäss dem Bericht nicht nur in der rechts- und linksextremen Szene feststellen und unter islamischen Extremisten, sondern auch im Zentrum der Gesellschaft. [JU]


