Hakenkreuze und Graffiti
In der von vielen orthodox-jüdischen Einwohnern geprägten Nachbarschaft von Midwood in Brooklyn, New York, wurden vermehrt Hakenkreuze und antisemitische Slogans an Häusern und anderen öffentlichen Stellen vorgefunden. So wurden in einer Strasse und an einem Wohnhaus neben Hakenkreuzen auch die Worte «Sterbt, Juden» entdeckt. Kurz darauf wurden am Gebäude der Jeschiwa (Talmudhochschule) von Brooklyn ebenfalls Hakenkreuze entdeckt. Ferner «korrigierten» Vandalen das Schild einer U-Bahn-Station auf «Avenue Jew». Brandanschläge gegen diverse Fahrzeuge in jüdischen Besitz unterstrichen den Ernst der Lage ebenfalls, obwohl die untersuchenden Behörden die Möglichkeit eines Versicherungsbetrugs hier nicht ausschliessen. Dov Hilkind, demokratisches Mitglied der Stadtversammlung hält die «Besorgnis und Empörung der Leute» angesichts der antisemitischen Zwischenfälle für «gerechtfertigt». Er rief die Polizei auf, alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel anzuwenden, um die für die hinterlistigen Akte verantwortlichen Personen festzunehmen. – Die geschilderten Attacken folgen auf den Anschlag mit Brandbomben gegen die Wohnung eines Rabbiners in einem Synagogengebäude in Rutherford, New Jersey, und anderen Gewaltakten in der Gegend. [TA]


