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6. Januar 2012, 12. Jahrgang, Ausgabe 1 Ausgabe: Nr. 1 » January 6, 2012
WEIZMANN-MAX PLANCK

Gemeinsames Zentrum für Archäologie und Anthropologie

January 12, 2012
Das neue Zentrum krönt über fünfzig Jahre der erfolgreichen Zusammenarbeit.

Das Weizmann-Institut der Wissenschaften in Rechovot und die deutsche Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft haben am Mittwoch in Rechovot ein Abkommen zur Gründung eines Zentrums im Bereich der integrativen Archäologie und Anthropologie unterzeichnet. Für die Max-Planck-Gesellschaft setzte deren Präsident Prof. Peter Gruss seine Unterschrift unter das Dokument, für das Weizmann-Institut dessen Präsident Prof. Daniel Zajfman. Das neue Zentrum wird sich unter anderem mit folgenden Fragen befassen: Wann sind moderne Menschen nach Europa und Asien gekommen? Mit welcher Geschwindigkeit haben sich kulturelle Veränderungen im Laufe der Geschichte von einer Region zur anderen ausgebreitet? Was unterscheidet Zähne und Knochen des Neanderthalers von den unsrigen? Die Schaffung des Zentrums krönt über fünf Jahrzehnte der Zusammenarbeit zwischen der deutschen Gesellschaft und dem israelischen Institut. Diese Kooperation, die sich in den späten 1950er Jahren entwickelt hat, führte zum historischen Abkommen von 1964, in dessen Rahmen die Forschungsstiftung Minerva, eine Tochter der Max-Planck-Gesellschaft, von der deutschen Regierung zur Verfügung gestellte Geldmittel an Forschungsprojekte des Weizmann-Instituts weiterleitete. Dadurch wurde ein weites Spektrum des wissenschaftlichen Austausches zwischen dem Institut und der Max-Planck-Gesellschaft sowie anderen deutschen Universitäten gefördert. Diese Verbindungen waren massgeblich beteiligt an der Einrichtung der Fundamente für die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel, aber auch für die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den zwei Staaten 1965. – Das neue Zentrum, das die Kontakte zwischen dem Institut und der Gesellschaft enger gestalten wird, könnte auch als Basis für die Ausweitung der wissenschaftlichen Verbindungen zwischen Israel und seinen Nachbarn dienen. Das wiederum könnte zur Vertiefung der friedlichen Verbindungen im Nahen Osten beitragen. Die Aktivitäten im Zentrum werden von zwei neuen Gruppen von Wissenschaftern in Israel und in Deutschland betrieben werden. Die Gruppen sollen sich aus je zehn Wissenschaftern und Studenten zusammensetzen. [JU]





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