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23. Dezember 2011, 11. Jahrgang, Ausgabe 51 Ausgabe: Nr. 51 » December 23, 2011

Marktführer in der Schweiz

Von Daniel Zuber ., December 23, 2011
GENERIKA FÜR DIE SCHWEIZ Andreas Bosshard übernimmt die Führung von Teva in der Schweiz

Der in Israel ansässige Generikahersteller Teva übernimmt mit der Akquisition des Schweizer Konzerns Mepha die hiesige Marktführung.
Mit dem kürzlich abgeschlossenen Kauf des amerikanischen Konzerns Cephalon übernimmt der israelische Generikahersteller Teva auch die Schweizer Cephalon-Tochtergesellschaft Mepha. Wie Teva in der entsprechenden Pressemitteilung vermerkt, wird der Konzern dank der Akquisition von Mepha zum führenden Generika-Anbieter in der Schweiz. Die Marken Mepha und Teva sollen auf dem Schweizer Markt weiterhin verwendet werden. Der neue General-Manager von Teva in der Schweiz wird Andreas Bosshard, welcher zuvor bei Cephalon die Position des Vice President Generics Pharma bekleidet hatte.
Die Schweizer Teva-Niederlassung befindet sich in Basel, wo vor der Mepha-Akquisition 40 Mitarbeiter tätig waren. Die genaue Anzahl der Mitarbeiter nach Abschluss der Teva-Mepha-Zusammenführung in der Schweiz werde zu gegebener Zeit kommuniziert, wie Diego Oppenheim, Mediensprecher von Teva, gegenüber tachles mitteilt. Europa sei für Teva mit 25 Prozent der 13,9 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr 2009 der zweitgrösste Markt, so Oppenheim weiter. Europaweit beschäftige der Konzern 13 000 Angestellte. «In Zukunft wird Teva den Kunden in der Schweiz ein noch breiteres Produktportfolio anbieten können», erzählt der Teva-Mediensprecher. Und weiter: «Dank Generika können in der Schweiz Millionen von Schweizer Franken eingespart werden, was zu einer finanziellen Entlastung des Gesundheitssystems führt.» Die Tätigkeitsfelder von Teva in der Schweiz umfassten schon vor der Mepha-Akquisition Marketing und Vertrieb von Generika, Originalpräparaten, Biosimilars, Respiratory Devices und andere spezielle Produkte an Apotheken, Ärzte, Spitäler und Alters- und Pflegeheime.
Da der israelische Konzern Teva keine Geschäfte mit dem Nahen Osten macht, ging der Nahost-Markt, der bisher durch die Cephalon-Tochter Mepha bedient wurde, für die Summe von 80 Millionen Euro an den ebenfalls in der Schweiz ansässigen Konzern Acino. Aktionäre aus Staaten, gegen welche Israel Krieg führt, haben laut Statuten des Konzerns kein Stimmrecht.





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