Männlich, mittleren Alters und hoch bezahlt
Die typische Führungspersönlichkeit jüdischer Organisationen in den USA ist männlich, mittleren Alters und verdient hunderttausende von Dollars pro Jahr. Zu diesem Schluss gelangt eine Erhebung in der Zeitung «Forward». An der Spitze der Vielverdiener steht Richard Joel, Präsident der Yeshiva University, mit einem Jahreseinkommen von 848000 Dollar. Es folgen Rabbi Marvin Hier, Simon-Wiesenthal-Zentrum (721000 Dollar) und Stephen Hoffman, Präsident der Jewish Federation von Cleveland (644500 Dollar). 88 Prozent der amerikanisch-jüdischen Spitzenverdiener sind Männer. Mit einem relativ bescheidenen Jahreseinkommen von 305000 Dollar ist Jennifer Gorovitz, Vorsitzende des jüdischen Gemeindebundes von San Francisco, die am besten verdiendende US-jüdische Aktivistin. Der klar grösste Arbeitgeber unter den jüdischen Föderationen war die Federation of Jewish Philantropies of New York mit 531 Mitarbeitern und einem Jahresbudget von über 218 Millionen Dollar. Die Wirtschaftsprobleme von 2009 gingen auch an den jüdischen Institutionen der USA nicht spurlos vorüber. So mussten 30 Prozent der auf der Forward-Liste aufgeführten Persönlichkeiten zwischen 2009 und 2010 eine Lohnreduktion in Kauf nehmen. 50 Prozent dagegen meldeten eine Erhöhung des Salärs. [TA]


