Geldsammeln wird immer schwieriger
Laut einer Meldung der Zeitung «Forward» haben die Anti-Defamation League (ADL) und das American Jewish Committee (AJC) in den letzten fünf Jahren scharfe Rückgänge ihrer Spendeneinnahmen verzeichnen müssen. So gingen zwischen 2066 und 2010 die Beiträge an die ADL von 73 auf 51 Millionen Dollar pro Jahr zurück, während das AJC im Jahr 2010 Beiträge von 38 Millionen Dollar vermeldete, verglichen mit 62 Millionen im Jahr 2006. Nach Angaben der US-Steuerbehörde hat die ADL zwischen 2008 und 2010 ihren Personalbestand von 528 auf 427 Mitarbeiter reduziert, während in der gleichen Zeit das Salär von ADL-Direktor Abe Foxman von 563000 auf über 624000 Dollar gestiegen ist. Auf der anderen Seite konnten laut «Forward» proisraelische Gruppen wie AIPAC, JStreet, The Israel Project, StantWithUs oder der American Jewish World Service teilweise bedeutende Zuwächse ihrer Einnahmen verzeichnen. Laut Foxman sei der Kuchen nicht grösser geworden, doch würde er unter immer mehr Konsumenten verteilt. [JU]


