Fünf Neo-Faschisten verhaftet
Die römische Polizei hat am Mittwoch in verschiedenen italienischen Ortschaften fünf Neo-Faschisten unter dem Verdacht festgenommen, Gewaltakte gegen die jüdische Gemeinde von Rom geplant zu haben. Darüber hinaus hatten die Inhaftierten nach Polizeiangaben auch vorgehabt, Riccardo Pacifici, den Präsidenten der Gemeinde, Bürgermeister Gianni Alemanno, Gianfranco Fini, den Präsidenten der Abgeordnetenkammer und den Senatspräsidenten anzugreifen. Zusätzlich zu den fünf Verhafteten ermittelt die Polizei gegen elf weitere Personen. Zu den Anklagepunkten gehören die kriminellen Vereinigung mit dem Zweck, rassistisch motivierten Hass zu verbreiten, die Aufhetzung zur Gewalt sowie die Diskriminierung aus rassistischen, ethnischen und religiösen Gründen. Nach Angaben des staatlichen italienischen Fernsehens RAI war es das Bestreben der Angeklagten, einen «Revolutionskrieg» gegen offizielle Institutionen des Landes vom Zaun zu brechen. Sowohl Alemanno wie Fini entstammen politisch der neo-faschistischen Bewegung, zählen heute aber zu den überzeugten Freunden Israels. Zusammen mit Gemeindepräsident Pacifici hatte Alemanno diese Woche Israel einen zweitägigen Besuch abgestattet, um den aus fünfjähriger Hamas-Gefangenschaft befreiten IDF-Soldaten Gilad Schalit zu besuchen. [JU]


