Eine inspirierende Historikerin
Sie habe sich um die Geschichte Israels und des Judentums in hellenistisch-römischer Zeit verdient gemacht, würdigt die Theologische Fakultät der Universität Bern Hannah M. Cotton aus Israel, die mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet wurde. Die «inspirierende Historikerin» habe «massgeblich zur Erhellung der Geschichte und speziell der Frauengeschichte, des Rechts, der Wirtschaft und der Religion in Israel/Palästina und Arabien unter römischer Herrschaft» beigetragen, heisst es weiter in der Laudatio für die 65-jährige Wissenschaftlerin von der Hebräischen Universität in Jerusalem, die zudem die Hauptinitiatorin eines internationalen Projekts ist, welche alle Inschriften aus dem römischen und frühchristlichen Judäa zusammentragen will. Mit einem öffentlichen Gastvortrag gab sie am Montag einem interessierten Publikum näheren Einblick in ihre Forschungen. Mit Cotton wurde erstmals eine Person aus dem weiteren Fachgebiet von René Bloch ausgezeichnet, der sich als Leiter des Instituts für Judaistik mit antikem und mittelalterlichem Judentum befasst und zudem als Vizedekan für Studium und Lehre tätig ist. [pA]


