Dissonanzen zwischen Orchester
Die Anwälte des Israelischen Philharmonischen Orchesters und des Israel Symphony Orchestra Rishon LeZion breiten sich auf den Kampf um eine unklare Hinterlassenschaft vor. Der 1927 in Österreich geborene und vor fast einem Jahr in New Jersey im Alter von 83 Jahren kinderlos verstorbene Mineraloge Kurt Nassau hat in seinem Testament einige Freunde und Bekannte mit kleineren Summen bedacht, den Löwenanteil seines Vermögens – rund 700000 Dollar – aber dem «Israelischen Symphonieorchester» vererbt. Die Sache hat einen Haken: In Israel gibt es kein Orchesterensemble, das exakt diesen Namen trägt. Die beiden erstgenannten Orchester sind allerdings der Meinung, die von Nassau vermachte Summe stehe ihnen zu. Der Oberste Gerichtshof von New Jersey hat beide Orchester vom Inhalt des Testaments in Kenntnis gesetzt und wird sich am 15. Dezember zum ersten Mal mit dem Fall befassen. So wie es aussieht, werden die Anwälte der beiden Orchester sich einen zeit- und geldraubenden Kampf um das Testament liefern. [JU]


