Gemälde gehen an den Erben in Argentinien
Zwei Gemälde des Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff, die sich derzeit als Leihgaben in der Berliner Neuen Nationalgalerie befinden, werden dem argentinischen Geschäftsmann Roberto Graetz, 60, ausgehändigt. Graetz ist der Neffe und einzige Erbe des jüdischen Textilherstellers und Kunstsammlers Robert Graetz, der während des Zweiten Weltkriegs 1942 im KZ Auschwitz von den Nazis ermordet worden ist. Der Neffe hatte rund zehn Jahre um die beiden Gemälde - «Estate in Dangast» (1910) und einem Selbstporträt aus dem Jahr 1920 – gekämpft, deren Wert auf vier Millionen Dollar geschätzt werden. Wahrscheinlich werden Roberto Graetz und deutsche Stellen demnächst Gespräche aufnehmen, um den Verbleib der beiden Kunstwerke in der Neuen Nationalgalerie, einem bekannten Museum für moderne Kunst, zu gewährleisten. Nach dem Entscheid zu Gunsten der Rückgabe der beiden Gemälde meinte Roberto Graetz: «Man kann das Geschehene nicht ungeschehen machen, doch es ist möglich, ein klein wenig Gerechtigkeit zu erreichen.» [TA]


