logo
11. November 2011, 11. Jahrgang, Ausgabe 45 Ausgabe: Nr. 45 » November 11, 2011
JEWISH AGENCY

Tagung in Buenos Aires

November 15, 2011
Natan Sharansky: «Iranische Anwesenheit in Lateinamerika bereitet uns Sorgen.»

Noch bis morgen Mittwoch tagt der Board of Governors der Jewish Agency (JA) in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Damit hat das führende Gremium dieser Organisation sich zum ersten Mal seit 15 Jahren ausserhalb des Staates Israel versammelt. Vor dem eigentlichen Beginn der Tagung sprach deren Vorsitzender Natan Sharansky an einer von der Zionistischen Weltorganisation (ZWO) veranstalteten Regionalkonferenz über die Massnahmen, die es gegen den Antisemitismus zu ergreifen gilt. «Uns bereitet die iranische Anwesenheit in Lateinamerika Sorgen», sagte Sharansky. «Es ist nicht verantwortungsbewusst, über Iran nicht besorgt zu sein. Wir wissen ja, was Iran hier in der Vergangenheit getan hat.» Mit diesen Worten spielte Sharansky auf den Bombenanschlag von 1994 auf das jüdische Gemeindezentrum von Buenos Aires an. 85 Menschen starben damals, und 300 wurden verletzt. Aufgrund von Berichten über ein Geheimabkommen zwischen Iran und Argentinien zur Beendigung der Untersuchungen der immer noch nicht geklärten Anschläge von 1992 (auf die israelische Botschaft, 29 Tote) und 1994 sprach Sharansky mit dem argentinischen Aussenminister Hector Timmerman. «Nach dieser Unterhaltung kann ich sagen, dass kein Grund besteht, diesen Gerüchten Glauben zu schenken», sagte er. – Vergangener Montag nahm Mauricio Macri, der Bürgermeister von Buenos Aires, an einem Empfang der JA-Tagung teil, und Staatspräsidentin Cristina Fernàndez de Kirchner sowie Aussenminister Timmerman waren zu einem Galadinner der Organisation geladen. Unter den Teilnehmern des dreitägigen Treffens befanden sich der israelische Vize-Premierminister Dan Meridor und ZWO-Präsident Abraham Duvdevani, sowie 250 führende Persönlichkeiten jüdischer Institutionen aus den USA, Israel, Europa und Australien. [JU]





» zurück zur Auswahl