Kreis der Gegner weitet sich aus
Nicht nur Syrien, Russland und China lehnen mögliche israelische Angriffspläne gegen die iranischen Atomeinrichtungen ab. Am Montag sprachen sich auch die Nato-Mitglieder Deutschland, Frankreich und die Türkei gegen die militärische Option aus. Auch die USA zeigen sich alles andere als begeistert über die Perspektive eines neuen Kriegs im Nahen Osten, in den sie wahrscheinlich auch hineingezogen würden. Der iranische Staatspräsident Ahmadinejad erhielt am Montag auch die unerwartete Unterstützung von seinem Vorgänger Mohammed Khatami, ein Reformer, der als Führer der Opposition in Iran gilt, und der bisher jede Gelegenheit wahrgenommen hat, seinen Rivalen zu kritisieren. Sollte Iran angegriffen werden, meinte Khatami, würden alle iranischen Gruppen sich vereinen und die Attacke zurückschlagen. Khatami nannte die israelischen Bedrohungen eine «psychologische Kriegsführung» und einen «Bluff». Gleichzeitig gab er sich besorgt darüber, dass mit der Hilfe dieser Kriegsführung die internationale Völkergemeinschaft von der Machbarkeit eines Angriffs gegen Iran überzeugt werden könnte. [JU]


