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Finanzen. 28. Oktober 2011, 11. Jahrgang, Ausgabe 43 Ausgabe: Nr. 43 » October 28, 2011

Familien, Vermögen und Philanthropie

Von Vivianne Berg, October 28, 2011
Stonehage bietet international weit verzweigten Familien Family-Office-Dienstleistungen.
TANJA JEGGER Leitet den Bereich Philan­thropie bei Stonehage

Wie hoch das Vermögen sein muss, damit sich ein Mandat bei Stonehage rechnet, kann Tanja Jegger nicht wirklich beziffern. Viel leichter fällt ihr zu umschreiben, für wen sich das breit gefächerte Angebot des Unternehmens besonders eignet: «Insbesondere für vermögende und international verzweigte Familien, deren Reichtum für die nächsten Generationen erhalten bleiben soll, lohnt sich der Aufwand.» Jegger leitet den Bereich Philanthropie bei Stonehage. Die Ursprünge des Unternehmens gehen auf die Gründung durch eine südafrikanische Familie zurück, die 1976 nach London immigrierte. Inzwischen nehmen schon über einige hundert Familien die Family-Office-Dienstleistungen der über  350 Mitarbeitenden von elf Niederlassungen von Cape Town über London bis Jersey, Sydney, Herzlia, Neuenburg, Genf und Zürich in Anspruch. Auch ist das Unternehmen schon längst im Besitz der Geschäftsleitung und der Mitarbeitenden und ist heute ein führender unabhängiger Anbieter von Family-Office- und Treuhand-Dienstleistungen.



Familienkonflikte lösen

Stonehage berät Kundenfamilien in allen Rechts-, Steuer-, Finanz- und Erbschaftsfragen, nimmt weltweit deren Interessen wahr und unterstützt sie, ihre strategischen Ziele zu identifizieren und zu erreichen. Die Familien-Verfassung wird gemeinsam erarbeitet und definiert. Dies kann nur auf der Basis eines tiefgehenden gegenseitigen Vertrauens  und Verständnis erbracht werden und basiert auf einer über Jahre bis Jahrzehnte sorgfältig aufgebauten und generationenübergreifend gepflegten Beziehung. Familiäres erachtet Stonehage als Kernkompetenz, denn «wir wissen mit verwandtschaftlichen Konflikten umzugehen», meint Tanja Jegger, «und können auf vielseitige Lösungsvorschläge zurückgreifen. Die Beziehungen zu unserer Kundschaft sollen über Generationen hinweg bestehen bleiben.» Jegger fügt hinzu: «An uns gelangen Familien, welche die Verwaltung ihres Vermögens als Herausforderung verstehen.» Die al­lererste Herausforderung für die beteiligten Familienmitglieder ist die gemeinsame Zielsetzung, die in einer Art Verfassung festgeschrieben wird; juristisch ist diese zwar nicht verbindlich, moralisch aber allemal.

Soziales Engagement

Tanja Jegger stellt seit einigen Jahren eine Verhaltensänderung der Donatoren fest. Wohl gibt es nach wie vor jene Vermögenden, die einen Teil ihres Vermögens an wohltätige Organisationen spenden und sich mit einer transparenten Buchhaltung begnügen. Aber Jegger begegnet in ihrer Abteilung Philanthropie vor allem den anderen, jenen, der sich an den mitfinanzierten Projekten persönlich und langfristig engagieren wollen: «Eine Familie beteiligt sich gemeinsam an einem Projekt, das dann ein Teil der Familie über die Jahre hinweg begleitet. Daraus ergibt sich eine enge Beziehung zwischen der Familie und den Unterstützten als auch zwischen den Familienmitgliedern untereinander.» Eng sind schliesslich die Bande von Stonehage zu jenen Institutionen, die Stonehage als unterstützungswürdig empfiehlt, wie College for All, das in Israel für zusätzlichen Unterricht von benachteiligten Jugendlichen sorgt. Tanja Jegger hält fest: «Familien, die sich an solchen gemeinnützigen Programmen beteiligen, sehen ihren Wohlstand als Verpflichtung, sich der Gesellschaft gegenüber verantwortungsvoll zu verhalten und ihr etwas zurückzugeben.»  


www.stonehage.com, www.college4all.org.



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