Gemälde von Juriaen Pool retourniert
Ein Casino in Süddeutschland hat das Gemälde «The Masters of the Goldsmith Guild in Amsterdam in 1701» des holländischen Porträtmalers Juriaen Pool II (1665-1745) den Erben des deutsch-jüdischen Galeriebesitzers Max Stern zurückerstattet. Die Begünstigten von Sterns Hinterlassenschaft sind die Universitäten Concordia, McGill und die Hebräische Universität von Jerusalem. Das Gemälde, das einige der bekanntesten Bürger von Amsterdam zeigt, ist das neunte seinerzeit von den Nazis geraubte Kunstwerk, das den begünstigten Universitäten zurückerstattet worden ist. Max Stern war nach Kanada ausgewandert, nachdem er seine Sammlung von über 400 Gemälde gezwungenermassen liquidiert hatte, als die Nazis Juden den Handel mit Kunst untersagt hatten. Nach dem Tod des Galeristen 1987 gründeten die genannten Universitäten zusammen mit dem Holocaust Claims Processing Office in New York das Max Stern Art Restitution Project, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Werke aus der Stern-Sammlung zu lokalisieren und den rechtmässigen Erben zukommen zu lassen. [TA]


