Wichtiges Investitionsfeld
Während die UBS in Europa selbstverschuldete Turbulenzen auszustehen hat, plant die Schweizer Grossbank in Israel den Ausbau
ihrer Aktivitäten.
Die UBS ist bereits einer der führenden Anbieter von Angeboten an israelische Kundschaft unter den Schweizer Banken. In Singapur, London, New York, Zürich und Genf beschäftigt die Grossbank Personal, welches auf israelische Klientel spezialisiert ist, wie Patrick Müller, Leiter der UBS Region Israel und Afrika, erklärt. Nicht nur israelische Kundschaft ist jedoch für die Grossbank interessant, auch Israel selbst werde für die UBS immer attraktiver, besonders im Bereich des Wealth Management. «Israel ist ein wichtiges Investitionsfeld als Teil des global aufstrebenden Marktes und zählt besonders im Bereich des Onshore-Geschäfts, also im Geschäft vor Ort, als einer der interessantesten Märkte neben Russland, Brasilien und Mexiko», so Müller.
Müller führt aus, dass die UBS den Ausbau ihrer Aktivitäten in Israel plane. Genauer spezifizieren wollte er gegenüber tachles jedoch noch nicht. Er gab lediglich an, dass das Angebot von Dienstleistungen für UBS-Kunden im Land verbreitert werden soll. Im Juni 2010 hat bereits ein sogenanntes Advisory Office der Bank in Herzlia Pituach seine Tore geöffnet, welches Kunden im Land berät. Die UBS habe in Israel bisher lediglich eine Advisory Licence, was bedeutet, dass die Bank zwar Kundenberatung betreiben kann, jedoch keinen anderen Bankservice anbieten darf, so Müller. Man kann also in Israel kein Konto bei der UBS haben, die Bank bietet jedoch einen Beratungsservice an. Auch dies wird sich möglicherweise mit dem geplanten Ausbau der UBS-Aktivitäten in Israel ändern. Die UBS ist eine der weltweit grössten Banken und wurde vor über 150 Jahren gegründet. Sie ist heute in über 50 Ländern aktiv und zählt mehr als 65 000 Angestellte.


