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26. August 2011, 11. Jahrgang, Ausgabe 34 Ausgabe: Nr. 34 » August 26, 2011

Recht auf Jerusalem

Von Valerie Wendenburg, August 25, 2011
Anfang kommender Woche findet im Stadtcasino Basel eine Konferenz zum Thema «Gemeinsam für die Sache Jerusalems» statt, an der die rechtliche Grundlage des Anspruchs Israels und der Juden auf Jerusalem thematisiert wird. Organisiert wird der Anlass von der Allianz für internationales Recht in Jerusalem mit Sitz in Toronto, der christliche wie jüdische Persönlichkeiten angehören
GEMEINSAM FÜR JERUSALEM Zionisten machen sich stark für das Recht der Juden und Israels auf die Stadt

Als Hauptredner der Konferenz in Basel wird Jacques P. Gauthier, Vertreter der Allianz für internationales Recht in Jerusalem, erwartet. Der Advokat aus Toronto, der im Jahr 2007 den Doktortitel für Internationales Recht der Universität Genf erhielt, wird das Ergebnis seiner Dissertation, für die er 20 Jahre lang forschte, präsentieren. Das Thema, dem Gauthier sich verschrieben hat, lautet: «Die Souveränität der antiken Stadt Jerusalem und seine historischen, religiösen, politischen und rechtlichen Anrechte». In seinem Vortrag wird der Jurist den Unterschied zwischen politischen und gesetzlichen Rechten erklären – wobei seine Aussagen sich auf die Balfour-Erklärung von 1917 und die San-Remo-Konferenz von 1920 und die dort vom Völkerbund zugesagten gesetzlichen Rechte Israels an Jerusalem stützen. Völkerrechtlich seien, so Gauthiers Quintessenz, diese Zusagen und Beschlüsse unwiderruflich und bindend; sie könnten nicht durch nachträgliche Gesetzgebung der Uno wieder geändert werden.



Internationale Referenten

Neben Gauthier wird Moshe Sharon, emeritierter Professor für Islamische Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, im Stadtcasino Basel zum Thema «Die Forderung der Palästinenser/Muslime verstehen im Bezug zur Souveränität über die Stadt Jerusalem» sprechen. Dem gleichen Thema widmet sich auch Mordechai Kedar, Professor für Arabische Literatur an der Bar-Ilan-Universität in Ramat Gan. An der Konferenz, die insgesamt drei Tage dauert, finden weitere Vorträge wie Paneldiskussionen zum Thema Jerusalem statt – der letzte Programmpunkt ist die «Diskussion und Annahme des Programms, das die Anerkennung von den einzigen Rechten, die dem Staate Israel und den Juden von den Nationen versprochen wurden, umsetzen soll».

Botschaft für Israel

Auch wenn der offizielle Veranstalter der Jerusalem-Konferenz die Allianz für internationales Recht in Jerusalem ist, wird auf Nachfrage beim Stadtcasino Hansjörg Bischof als Organisator genannt. Bischof gehört der Allianz ebenfalls an, er ist aber auch nationaler Schweizer Direktor der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ). Gegenüber tachles erklärt Bischof: «Die Christliche Botschaft stellt ihre Dienste zur Verfügung», seine Organisation habe bereits im Jahr 2008 die Veranstaltung «60 Jahre Israel» im Stadtcasino organisiert und eine gewisse Erfahrung. Er betont ferner, dass die Jerusalem-Konferenz nicht ohne Grund gerade in Basel stattfindet – in denselben Räumlichkeiten, in denen der erste Zionistenkongress mit Theodor Herzl im Jahr 1897 (am gleichen Datum Ende August) stattgefunden hat. Die ICEJ beschreibt sich auf ihrer Homepage als «grösste christlich-zionistische Organisation mit aktiven Zweigstellen in fast 80 Nationen». Unter der Überschrift «Trost für Israel» heisst es weiter: «Die ICEJ existiert, um Gottes ewige Treue zu seinem Volk, seinem Wort und seiner Welt zu demonstrieren, sowohl im Herzen Jerusalems als auch gegenüber der ganzen Nation Israel.» Interessierte, die kurzfristig an der Konferenz teilnehmen möchten, um «fundierte und interessante Informationen über ein Thema, das die Welt bewegt» zu hören und sich mit der «spannenden Geschichte Israels in der heutigen Welt» beschäftigen möchten, können sich an die Christliche Botschaft wenden. 

Montag, 29. bis Mittwoch, 31. August, Stadtcasino, Barfüsserplatz 14, Basel. www.icej.ch



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