Schmuggelverdacht
Es bedurfte eines Monats intensiver diplomatischer Bemühungen, bis zwei israelische Piloten am Dienstag das Hotel in der eritreischen Hauptstadt Asmara verlassen durften, in dem sie sich auf Anordnung der örtlichen Behörden aufhalten mussten. Inzwischen sind die Beiden wieder nach Hause zurückgekehrt. Yehuda Maoz und Vered Aharonson, die für die israelische Gesellschaft «Gesher Aviri» (Luftbrücke) arbeiten, waren des Waffenschmuggels verdächtigt worden, weil die auf der Zolldeklaration aufgeführten Güter nicht mit der effektiv mitgebrachten Ware übereingestimmt haben soll. Die Beamten in Asmara befürchteten den Schmuggel von Waffen-Ersatzteilen. Während ihres unfreiwilligen Hotelaufenthaltes durften die beiden Piloten nicht einmal den israelischen Botschafter in Asmara sehen. Zur Freilassung von Maoz und Aharonson führte schliesslich die Erklärung des Jerusalemer Aussenministeriums, die Beiden hätten die Dokumente «nachlässig» ausgefüllt, doch sei kein Schmuggel von Ersatzteilen nach Eritrea beabsichtigt gewesen.[JU]


