War sie Nazi-Spionin?
In einer neuen Biografie über Coco Chanel, der Begründerin des nach ihr benannten Modehauses, («Sleeping with the Enemy: Coco Chanels Secret War») stellt der Autor Hal Vaughan die Behauptung auf, die Frau sei eine eingefleischte Antisemitin und unter der Agentennummer F-7124 eine Spionin im Dienste der Nazis gewesen. Die Chanel-Gruppe stellt diese Ausführungen in Abrede und räumte einzig ein, Coco habe während des Kriegs eine Beziehung mit einem deutschen Aristokraten unterhalten. Der Krieg sein «natürlich nicht die beste Peiode für eine Liebesgeschichte mit einem Deutschen» gewesen. Chanel dementierte auch mit Hinweis auf Cocos Freundschaft zu vielen Juden und den Geschäftsbeziehungen zum Hause Rothschild, dass die Frau antisemitisch gewesen sei. Elan Steinberg. Vizepräsident, der Gruppe American Gathering of Holocausst Survivors and Their Descendants, gibt sich «schockiert» über die Aussagen des Buches und über deren «pauschale Zurückweisung» durch das Modehaus. Eine seriöse Untersuchung sei, so Steinberg, das Mindeste, was «im Interesse der historischen Wahrheit und dem Gedenken an die Nazi-Opfer» getan werden müsse. [TA]


