Protestbewegungen arbeiten an einem Forderungskatalog
Die verschiedenen Protestbewegungen, die in den letzten Wochen in Israel an Stärke gewonnen haben, arbeiten derzeit an einem Forderungskatalog, der vor allem die Bereiche Wohnbau, soziale Wohlfahrt, Bildung, Gesundheit und Wirtschaftspolitik abdecken soll. Ist der Katalog, der in Zusammenarbeit mit Ökonomen und anderen Experten entsteht, einmal fertig gestellt, soll er Premierminister Binyamin Netanyahu unterbreitet werden. Der Regierungschef ist offensichtlich aber noch nicht bereit, sich mit den Protestierenden an einen Tisch zu setzen, um einen Dialog zu eröffnen. Vielmehr scheint er die Protestbewegungen an die Ministerkommission verweisen zu wollen, die demnächst ihre Arbeit zur Linderung der Wohnungsnot aufnehmen wird. Aus Netanyahus Umgebung verlautet, der Premierminister sei der Ansicht, die Demonstranten würden «einzig aus politischen Motiven» agieren. – Einige Führer der Protestbewegung wurden am Montagabend von Staatspräsident Shimon Peres empfangen, der der Bewegung seiner Unterstützung versicherte. JU


