Klare Worte von Ron Prosor
In klaren Worten verurteilte der israelische Uno-Botschafter Ron Prosor das einseitige Bestreben der Palästinenser, im September die Anerkennung für ihren Staat zu erhalten. Das werde der Region keinen Frieden bringen, meinte Prosor an der monatlichen Debatte des Sicherheitsrates über den Nahen Osten. «Die palästinensischen Uno-Initiativen mögen Einigen oberflächlich attraktiv erscheinen», sagte Prosor, «doch sie lenken ab vom eigentlichen Weg zum Frieden.» Direkt an den palästinensischen Uno-Botschafter Riyad Mansour gewendet, fragte Prosor, ob er im September im Namen von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas eine Resolution präsentieren werde oder im Namen der Hamas, die weiter an der in ihrer Verfassung verankerten Vernichtung des Staates Israel festhalte, und deren Regierungschef Ismail Haniyeh unverändert die Meinung verbreite, das künftige Palästina habe sich vom Mittelmeer bis zum Jordanfluss zu erstrecken. Prosor rief die internationale Völkergemeinschaft auf, in der zu erwartenden Uno-Abstimmung klar gegen die einseitige Anerkennung des Palästinenserstaates zu stimmen. «Die Palästinenser müssen auf den schwierigen Pfad der direkten Friedensverhandlungen zurückkehren.» - Einer Lagebeurteilung des israelischen Aussenministeriums zufolge dürften die Palästinenser wegen des zu erwartenden amerikanischen Vetos davon absehen, ihre Resolution vor den Sicherheitsrat zu bringen. Stattdessen werden sie sich vermutlich mit dem automatischen Prestigesieg vor der Vollversammlung begnügen. Entsprechend richtet das israelische Aussenministerium seine diplomatischen Bemühungen darauf, Staaten, die sich noch nicht endgültig entschieden haben, die israelische Position näherzubringen. Zahlreiche Minister befinden sich zu diesem Zweck derzeit auf Auslandreisen. JU


