Beschneidungsinitiative annulliert
Die Initiative, welche die Beschneidung von Minderjährigen in San Francisco verbieten wollte, ist auf gerichtlichen Beschluss von den für November vorgesehenen Abstimmungen gestrichen worden. Die Initiative hätte die Beschneidung als gesetzeswidrige Tat mit einer Strafe von bis zu 1000 Dollar oder eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr hingestellt. Ausnahmen für religiöse Rituale, wie sie etwa von Juden und Muslimen praktiziert werden, hätte die Initiative nicht zugelassen. Von jüdischer Seite ist der richterliche Beschluss erwartungsgemäss begrüsst worden. «Die Initiative», meinte Daniel Mariaschin, Vizepräsident von Bnai Brith International, «hätte die Fähigkeit der Juden direkt beeinträchtigt, ein elementares Element ihres Glaubens zu praktizieren.» [JU]


