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6. Mai 2011, 11. Jahrgang, Ausgabe 18 Ausgabe: Nr. 18 » May 6, 2011

Recht

May 6, 2011

Der frühere Richter und Präsident des Obersten Gerichtshofs Israels, Moshe Landau, ist am Sonntag im Alter von 99 Jahren in Jerusalem verstorben. Der aus Danzig stammende Jurist hatte im Jahr 1961 den Vorsitz im Verfahren gegen Adolf Eichmann inne, der während des Zweiten Weltkriegs im Reichssicherheitshauptamt für die Deportation und Ermordung der europäischen Juden zuständig war. Landau wanderte 1933 nach Palästina aus und arbeitete dort erst als Rechtsanwalt. Seit 1940 war er Amtsrichter in Haifa, parallel hierzu war er bis zur Unabhängigkeit Israels juristisch für die verbotene zionistische Untergrundorganisation Hagana tätig. Von 1953 bis 1982 war er Richter am Obersten Gericht Israels, 1976 bis 1979 als Vizepräsident und 1980 bis 1982 als Präsident. Von 1962 bis 1970 war Moshe Landau zudem Vorsitzender des unabhängigen Komitees der Gedenkstätte Yad Vashem, das über die Vergabe des Titels Gerechter unter den Völkern entscheidet. Im Jahr 1991 wurde Landau mit dem Israel-Preis in der Kategorie Recht ausgezeichnet.    [vw]





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