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11. Februar 2011, 11. Jahrgang, Ausgabe 06 Ausgabe: Nr. 6 » February 11, 2011

Film

February 10, 2011
Lia van Leers

Die Liste der Verdienste Lia van Leers um den Film in Israel ist lang. Die 1924 im damaligen rumänischen Balti geborene Lia Greenberg wurde von ihren Eltern 1940 zu ihrer Schwester nach Palästina geschickt. So entging sie, anders als Vater und Mutter, der Deportation und Ermordung. Gemeinsam mit ihrem Mann Wim van Leer gründete sie 1956 einen Filmclub in Haifa, aus dem sich später die Haifa Cinematheque entwickelte. Die Filmsammlung der van Leers wurde zum Grundstock des 1960 gegründeten Israel Film Archive. Nach ihrem Umzug nach Jerusalem konnte Lia van Leer ihren Traum wahr werden lassen: Die Gründung einer Institution nach dem Vorbild der Cinematheque Française. So entstand die Jerusalem Cinematheque. Auch um die Förderung des einheimischen Filmnachwuchses machte sich van Leer verdient. Sie erhielt unter anderem 2004 den Israel-Preis und wird nun am Sonntag an der 61. Berlinale für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Im Rahmen der Auszeichnung wird «Lia», ein Dokumentarfilm von Taly Goldenberg über Leben und Werk der Filmpionierin, zu sehen sein.    [TA]






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