Neue ECJC-Wahlen
Am letzten Wochenende fand in Mailand eine von der italienischen Fraktion des European Council of Jewish Communities (ECJC) organisierte, konsultative Konferenz statt, unter der Moderation des zurückgetretenen Vorstandsmitglieds Evan Lazar. Alexander Zanzer, der im Dezember noch als möglicher Organisator galt (vgl. tachles 48/10), nahm nicht teil. Er begründete diesen Schritt gegenüber tachles wie folgt: «Ich beschloss, nicht in Mailand teilzunehmen, da aus meiner Sicht nicht alle massgeblichen Organisationen eingeladen wurden, so fehlte zum Beispiel eine Delegation aus Holland.» Abgesehen von Zanzer waren jedoch die massgeblichen Akteure des ECJC in Mailand anwesend, so die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Evan Lazar, Arturo Tedeschi, Claudia De Benedetti, Gabrielle Rosenstein aus der Schweiz und auch der ehemalige Präsident Jonathan Joseph. Laut Rosenstein, Präsidentin des Verbands Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen, hat sich Jonathan Joseph für die un-demokratischen Vorgänge an der Berliner Konferenz entschuldigt. Fraglich bleibt, ob Joseph den Vertrauensbruch bei den Vorstandsmitgliedern wieder gutmachen kann. Gleichwohl will man nun daran gehen eine Generalversammlung zu organisieren, welche voraussichtlich am 27. März stattfinden wird, an der unter demokratischen Voraussetzungen ein neuer Vorstand samt Präsident gewählt werden soll. Ebenfalls will man sich in der Zwischenzeit mit den Richtlinien des ECJC beschäftigen. [fl]


