Signal Sperling
Mit Spannung erwartet wurde in Washington Barack Obamas Entscheidung über die Nachfolge von Larry Summers als Wirtschaftsberater. Nun hat der US-Präsident dazu mit Gene Sperling einen renommierten Ökonomen bestimmt, der viel mit Summers gemein hat. Er hat unter Bill Clinton als stellvertretender Leiter des National Economic Council gedient und gilt als Vertreter des Wirtschaftsflügels der Demokraten. Der zierlich gebaute 52-Jährige war nach 2001 an der Denkfabrik Brookings Institution tätig und hat daneben Goldman Sachs beraten. Mit der Berufung Sperlings setzt der Präsident nach der Ernennung von Bill Daley zu seinem Stabschef ein weiteres Signal an Wall Street und Grossunternehmen. Amerikas Wirtschaft nimmt Obama als Gegner wahr und hat im vergangenen Herbst die Republikaner unterstützt. Der aus einer politischen Dynastie Chicagos stammende Daley war selbst lange im Bank-wesen tätig. Gemeinsam mit Sperling soll er Brücken zu Topmanagern und Finanziers bauen, damit diese nicht länger mit Investitionen in neue Jobs zögern. [am]


