Arbeit
Er vollbringt ein Werk, das Präsident Barack Obama einfach nicht gelingen will: Barney Frank, langjähriger Kongressabgeordneter aus Massachusetts und führender Demokrat in Finanzfragen, schafft Hunderte gut bezahlter Jobs. Das von Frank und seinem Senatskollegen Chris Dodd durchgesetzte Reformgesetz für die Finanzwirtschaft umfasst zwar fast 2000 Seiten. Aber erst heute beginnt die Festlegung detaillierter Regeln etwa über den Derivathandel. Ein weiterer Brennpunkt der Debatte ist der Rohstoffhandel. Insgesamt müssen etwa 240 einzelne Vorgaben geschrieben werden. Um darauf Einfluss zu nehmen, mobilisieren Banken und Wall Street-Firmen ganze Heerscharen von Anwälten und Lobbyisten. Laut einer unabhängigen Studie hat deren Zahl im Finanzbereich letzten Quartal um knapp die Hälfte zugenommen. Und diese Jobs dürften nicht von Heute auf Morgen verschwinden: Experten schätzen, dass die Ausformulierung der Auflagen erst in drei Jahren abgeschlossen sein wird. Frank wurde 1980 in den US-Kongress gewählt und seitdem regelmässig wiedergewählt. [am]


