Guido Kisch
Bedeutsamer Rechtshistoriker
Guido Kisch wurde am 22. Januar 1889 in Prag geboren. Sein Vater Alexander Kisch war Rabbiner der Meiselsynagoge. Guido Kisch absolvierte das Gymnasium und studierte Jurisprudenz an der Deutschen Universität von Prag. Seiner Habilitation in Leipzig folgten fünf Jahre als Privatdozent. Nach einer Professur in Königsberg kam Kisch als Professor für Rechtsgeschichte 1922 an die Universität Halle. Dort wirkte er bis 1933. 1935 emigrierte er mit seiner Frau Hildegard und dem Sohn Alexander nach New York. Es folgten schwierige Jahre mit einer schlecht bezahlten Anstellung am Hebrew Union College. Ab 1952 nahm Guido Kisch als Gast jeweils im Sommersemester einen Lehrauftrag an der Universität Basel war, wohin er 1962 mit seiner Frau übersiedelte. 1972 verlieh ihm die Stadt Basel den
Jacob-Burckhardt-Preis. Seine Publikationsliste umfasst mehrere hundert Beiträge, sowohl Monografien als auch Aufsätze. Unter anderem war Kisch auch von 1938 bis 1961 Herausgeber der Zeitschrift «Historia Judaica». Guido Kisch starb am 7. Juli 1985 in Basel. [em]


