Mit Visionen in die Zukunft
An der Feier stand die Schweiz gleich dreimal im Mittelpunkt der diesjährigen Juni-Konferenz des Keren Hajessod (KH): durch den Präsidenten der Konferenz Joe Tugendhaft, den abtretenden Avi Pazner, der während des Zweiten Weltkriegs in Genf lebte, und durch René Braginsky, der mit dem Yakir-Preis geehrt wurde.
Die Konferenz stand ganz im Zeichen des 90. Jubiläums der Organisation. Im Jahre 1920 in London gegründet, hat sich der KH als grösste Spendenorganisation für Israel etabliert. In enger Zusammenarbeit mit der Jewish Agency förderte der KH vor allem Einwanderung, Integration und Bildung. Die Schweiz zählt seit Jahren zu den grössten Spendern innerhalb des KH.
Spender werden geehrt
Im Zentrum der Feierlichkeiten in Jerusalem standen letzte Woche neben kulturellen Veranstaltungen, Konferenzen und Ausflügen die Verleihung des Yakir-Preises an die neun grössten Spender weltweit. Der KH ehrt mit dem Yakir-Preis seit 20 Jahren die grössten Unterstützer. In diesem Jahr gleich neu als Symbol für jede Dekade zum Jubiläum. Aus der Schweiz wurde der langjährige KH-Präsident René Braginsky geehrt. In der Begründung heisst es: «Für seine Visionen, sein ausserordentliches Leadership und seine unerschütterliche Hingabe für Israel und seine Bevölkerung» wird René Braginsky mit dem Yakir-Preis des KH im Jubiläumsjahr ausgezeichnet. Shimon Peres empfing René und Susanne Braginsky vorab und dankte für das Engagement des Zürcher Unternehmers und seiner Gattin. Zugleich formulierte Israels Staatspräsident sein Anliegen, dass sich der KH noch vermehrt auf die Unterstützung von Israels Wissenschaft und Forschung konzentriere.
Konzert und Konferenz
Am Abend zuvor würdigte das Israel Philharmonic Orchestra mit einem eindrücklichen Konzert im Amphitheater der Hebräischen Universität auf dem Mount
Scopus den KH und jüdische Kompositionen, wie Paul Ben-Haims «Fanfare to
Israel» oder Max Bruchs «Concerto No. 1 in g-Moll». Beendet wurde die Konferenz mit der Verabschiedung des langjährigen aus Genf stammenden KH-Weltvorsitzenden Avi Pazner.


