Tiferet-Auflösung abgelehnt
An der ausserordentlichen Generalversammlung von Tiferet Israel Zürich vom 6. Juni ist der vom Vorstand gestellte Antrag zur Auflösung des Vereins von den Mitgliedern abgelehnt worden. «Das nötige Quorum wurde nicht erreicht, da einige der anwesenden Personen entweder dagegen stimmten oder sich der Stimme enthielten», erklärt Dominic Pugatsch, Vorstandsmitglied von Tiferet, das klare Resultat der Abstimmung. Viele der Mitglieder waren der Ansicht, dass die Idee der Verbindung von gelebter moderner Orthodoxie mit Bezug zum Staat Israel nach wie vor einer entsprechenden Institution in Zürich bedarf. Für den Vorstand war dieses Ergebnis keine Enttäuschung, im Gegenteil: «Es zeigt uns, dass den Leuten in Zürich etwas fehlen würde. Es war ja auch nie so, dass wir irgendein Programm absagen mussten, und die Leute kamen immer gerne an unsere Events», erklärt Pugatsch weiter. Zukünftige Wege werden nun evaluiert und weiter diskutiert. «Das primäre Ziel, eine ‹Gemeinde der Mitte› zu gründen, war schwer realisierbar angesichts der Widerstände, nun geht es darum, mit möglichst realistischen Ideen das Beste aus dem begrenzten Potenzial herauszuholen», erläutert Pugatsch die nächsten Schritte. Er stellt fest: «Eine moderne Orthodoxie hat in Zürich längerfristig gesehen sicher eine Zukunft. In welcher Form und ob dies jeweils unter dem Namen Tiferet geschehen wird, ist im Augenblick schwierig vorauszusehen.» [lr]


