Stimmen für die Welt
Fulminante Stimmen, hochstehende Musikdarbietungen, imposante Inszenierungen: dafür steht die Classic Night des Vereins Opera und präsentiert damit Jahr für Jahr die weltbesten Nachwuchsopernsängerinnen und -sänger im Rahmen einer Talentgala in der Schweiz. Für die Opernsänger wird damit eine Plattform für Engagements an Opernbühnen weltweit geschaffen. Denn Veranstalter Uwe Nautsch, Präsident des Vereins Opera, kann jährlich die Vertreter der Häuser aus New York, Mailand, Warschau, London, Peking, Tokio, Tel Aviv oder Berlin im Publikum begrüssen.
Nachwuchstalente
Rund 30 Sängerinen und Sänger aus Polen, den USA, Japan, China, Australien, Kanada und Korea und reisten in diesem Jahr in die Schweiz und gaben ihr Können am vergangenen Wochenende zusammen mit dem polnischen Jugendsymphonieorchester unter Dirigent Tadeusz Wojciechowski und der künstlerischen Leitung von Francisco Araiza zum Besten. Bekannte und selten gehörte Arien und Stücke aus Opern oder Operetten von Frédéric Chopin, Wolfgang Amadeus Mozart bis Giuseppe Verdi oder Georges Bizet. Rund 600 Gäste, darunter auch Israels Botschafter Ilan Elgar mit Gattin, sahen ein vielseitiges und auf hohem Niveau gesungenes fünfteiliges Programm. Mit von der Partie waren in diesem Jahr mit Efrat Elazar und Hila Fahima zwei Nachwuchstalente aus Tel Aviv, die neben Adam Palka, Gala El Hadidi, Brad Cooper, Lori Guilbeau und Chae Jun Lim hervorstachen.
Eine neue Tradition
Israel hat zwar keine alte Operntradition. Dennoch avancierte die Tel Aviver Oper inzwischen zu einem führenden Opernhaus und hat unter jungen Israeli eine neue Tradition klassischer Musik etabliert. So auch für die beiden Sopranistinnen aus Israel. Hila Fahima überzeugte mit einem technisch beeindruckenden und ausdrucksstarken Auftritt. Sie wird bald ihr erstes Engagement in Berlin antreten und möchte, wie sie gegenüber tachles ausführte, die Königin der Nacht aus Mozarts «Zauberflöte» an der Metropolitan Opera und die Gilda aus Verdis «Rigoletto» an der Scala in Mailand singen. Den Grundstein hat sie in Winterthur mit einem brillianten «Caro Nome» aus Rigoletto gelegt. Yves Kugelmann
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