Federn
Heute erinnern nur noch alte Schwarz-weiss-Fotos an diese Modeerscheinung. Doch tatsächlich war der Handel mit den begehrten Federn damals ein erfolgreicher Wirtschaftszweig, der von Russland bis Südafrika Menschen zu Reichtum und Ansehen verhalf und fest in jüdischer Hand war. Sarah Abrevaya Stein berichtet davon ebenso spannend wie kenntnisreich in ihrem Buch «Plumes. Ostrich Feathers, Jews and a Lost World of Global Commerce». Für das 2008 erschienene Werk wurde Sarah Abrevaya Stein nun mit dem renommierten Rohr Prize ausgezeichnet. Der mit 125 000 Dollar dotierte Preis wird vom Jewish Book Council vergeben. Dieses Jahr konnte sich die Jury jedoch nicht für einen Gewinner entscheiden. So wurde als ein Novum in der Geschichte des Preises das Preisgeld gesplittet und neben Steins Studie auch das Buch «Jewish Renaissance in the Russian Revolution» des Historikers Kennth B. Moss ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 31. März in Jerusalem statt. [TA]


