Engagiert
Der als Sohn einer armen jüdischen Arbeiterfamilie in Brooklyn geborene Zinn erlebte als Bombenschütze den Zweiten Weltkrieg – der Beginn seines lebenslangen Engagements gegen Flächenbombardierungen. 1956 wurde er Lehrer am damals rein afroamerikanischen Spelman College in Atlanta. Zinn beteiligte sich aktiv an gewaltlosen Protesten verschiedenster Form in der Bürgerrechtsbewegung und verlor 1963 seine Anstellung wegen «Insubordination». Bekannt wurde er mit «A People’s History of the United States», einer bis heute millionenfach verkauften «anderen» Geschichte der USA: der der Minderheiten, der Linken, der Frauen und anderer marginalisierter Gruppen. Zinn wandte sich auch klar gegen den Irak-Krieg. Er war auch für viele politisch engagierte Künstler wie Bruce Springsteen, Matt Damon, Alice Walker oder für die Macher der «Simpsons» eine Inspiration. Der Historiker ist am 27. Januar im Alter von 87 Jahren gestorben. [TA]


