Pionier
Samuelson kam 1915 in Gary, Indiana, als Sohn des Apothekers Frank Samuelson und dessen Frau Ella Lipton zur Welt, zweier jüdischer Immigranten aus Polen. Unter Samuelson, der 1970 als erster Amerikaner den Wirtschaftsnobelpreis erhielt, entwickelte sich das Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) zu einem Zentrum für die Ausbildung von Ökonomen. Samuelson machte sich vor allem einen Namen, indem er die Ökonomie zu einem Fach machte, das Probleme löst und Fragen über Ursache und Wirkung mit mathematischer Klarheit beantwortet. Sein Buch «Economics» (1948) war lange das führende Sachbuch auf seinem Gebiet in den USA. Den früher an US-Universitäten grassierenden Antisemitismus thematisierte Robert M. Solow, Nobelpreisträger und Kollege Samuelsons: «Wer klug, jüdisch oder Keynesianer ist, kann seinen Job verlieren» meinte er, als Harvard nichts tat, um Samuelson am Übertritt zum M.I.T. zu hindern. «Welche Chance hatte also ein kluger, jüdischer Keynesianer?» Paul A. Samuelson ist mit 94 Jahren gestorben. [JU]


