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4. Dezember 2009, 9. Jahrgang, Ausgabe 49 Ausgabe: Nr. 49 » December 3, 2009

Schätze

December 3, 2009
Es waren schwierige Verhältnisse, in die Ilya Kabakov 1933 geboren wurde.
Ilya Kabakov

Die Familie litt unter dem gewalttätigen Vater, dem Ilya ausgeliefert war, da seine Mutter arbeiten musste, um die Familie durchzubringen. Als die Wehrmacht 1940 in seine Geburtsstadt Dnepropetrovsk einmarschierte, wurden Ilya und seine Mutter ins usbekische Samarkand evakuiert. Dort gelang Kabakov die Aufnahme in die renommierte Leningrader Kunstakademie, die auch nach Samarkand evakuiert worden war. Kabakov geriet ab den fünfziger Jahren immer stärker in Spannung zur «offiziellen Kunst», als deren Vertreter er sich etabliert hatte. Der schmale Grat zwischen den eigenen künstlerischen Vorstellungen und den staatlich verlangten war für ihn bis zu seiner Auswanderung 1988 eine stete Herausforderung. Seit 1992 lebt Ilya Kabakov mit seiner Frau Emilia in New York. Das Kunsthaus Zug präsentiert ab Sonntag bis 7. März unter dem Titel «Projekt Museum. Ilya und Emilia Kabakov – ‹Kaaba›» das Modell eines öffentlichen Sammlungsarchivs für das neue Kunsthaus Zug, das von den beiden ausgearbeitet wurde. [TA]



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