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27. November 2009, 9. Jahrgang, Ausgabe 48 Ausgabe: Nr. 48 » November 26, 2009

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November 26, 2009
Obwohl er in der Stadt Frankfurt a. M. als Politiker und Mäzen viele sichtbare Spuren hinterlassen hat, ist sein Name nicht sehr vielen geläufig. Doch Leopold Sonnemann aus Unterfranken, der mit seinen strenggläubigen Eltern seine Heimat im Alter von neun Jahren 1840 aufgrund antisemitischer Ausschreitungen verlassen musste, hat der Stadt und auch Deutschland wichtige Impulse gegeben.
Leopold Sonnemann

Nun ehrt Frankfurt den Gründer der «Frankfurter Zeitung», das Vorgängerorgan der heutigen «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», im Historischen Museum Frankfurt mit der Ausstellung «Frankfurts demokratische Moderne und Leopold Sonnemann – Jude, Verleger, Politiker, Mäzen». Sonnemann erlebte 1848 das Scheitern der ­liberalen Revolution, doch er blieb einer liberal-demokratischen Haltung ein Leben lang treu, was ihn unter anderem in heftige Opposition zu Otto von Bismarck brachte. Als Verleger und Politiker engagierte er sich bis wenige Jahre vor seinem Tod 1909 und führte dabei auch heftige Kämpfe gegen den Antisemitismus. Von der Staatsgründung 1871 an sass Sonnemann rund 13 Jahre im Reichstag. Die Ausstellung ist bis zum 28. Februar 2010 zu sehen. [EM]


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