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20. November 2009, 9. Jahrgang, Ausgabe 47 Ausgabe: Nr. 47 » November 19, 2009

Papst-Karikatur verteidigt

November 19, 2009

Kein Karikaturensteit in der Schweiz: Als Papst Benedikt XVI. im Mai Israel und auch die Gedenkstätte Yad Vashem besuchte, publizierte der Zürcher «Tages-Anzeiger» eine Karikatur mit dem Titel «Schatten der Vergangenheit», in der das Kreuz in der Hand des Papstes im Schattenbild zum Hakenkreuz wurde. Der Kommentar «Papst ohne Mut und Demut» auf der gleichen Seite kritisierte, der Papst habe von Mitgefühl für die Opfer, aber nicht von einer Mitschuld der katholischen Kirche gesprochen. Ein Diakon reichte Beschwerde beim Presserat ein, dessen Präsidium sich selber der Sache annahm. Diese Woche betonte der Presserat in seiner Stellungnahme, weder die Würde des Papstes noch das religiöse Empfinden der Gläubigen würden verletzt und auch nicht die Erklärung der Rechte und Pflichten im Journalismus. Die Karikatur setze bildlich um, was der Kommentator geschrieben habe, nämlich dass es dem Papst beim Thema Holocaust nicht wohl sei. «Durch die als solche erkennbare satirische Überzeichnung der Kritik einer konkreten Amtshandlung wird der Papst nicht in seinem Menschsein herabgesetzt», folgerte der Presserat. GB







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