Jiddisch
Dies teilte die Theodor-Kramer-Gesellschaft mit. Burg galt als letzter bedeutender jiddischer Schriftsteller, dessen Hauptanliegen es war, die Erinnerung an die jiddische Literatur zu erhalten. Seine Erzählungen, Skizzen und Kurzgeschichten schrieb er auf Jiddisch und Deutsch. Der bis zu seinem Tod in Czernowitz in der Ukraine lebende Autor weilte als Student in Wien, als die Nazis 1938 an die Macht kamen. Er musste die Ermordung seiner engsten Familienmitglieder erleben und wechselte selbst insgesamt viermal die Staatsbürgerschaft, um die Verfolgungen während des Holocaust zu überstehen. 1997 wurde er mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der ersten Klasse ausgezeichnet. Im Mai dieses Jahres wurde Burg mit dem Theodor-Kramer-Preis geehrt. Burgs Werke erscheinen, ins Deutsche übersetzt von Beate Petras und Armin Eidherr, seit 2004 in der Reihe «Der Erzähler Josef Burg» im Verlag Hans Boldt. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er ausgewählte Erzählungen in dem Buch «Ein Stück trockenes Brot». Seine Werke wurden zudem ins Russische, Polnische, Ukrainische und Englische übersetzt. [vw]


