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17. Juli 2009, 9. Jahrgang, Ausgabe 29 Ausgabe: Nr. 29 » July 16, 2009

Sozial

July 16, 2009
Ihr Name dürfte nur wenigen bekannt sein – ihr Wirken ist jedoch bis heute präsent. Jeanette Schwerin, geborene Abarbanell, ging den klassischen Weg einer gehobenen Bürgerstochter.
Jeanette Schwerin

Nach ihrer Heirat mit dem Arzt Ernst Schwerin und der Erziehung ihres einzigen Sohnes begann Schwerin jedoch, sich stark karitativ zu engagieren. Schwerin strebte nach einer Professionalisierung der privaten und ehrenamtlichen Sozialarbeit. Vernetzung, so erkannte sie, war ein wichtiges Mittel, um den Notleidenden besser helfen zu können. Die von ihr mitgegründete Frauen- und Mädchengruppe für soziale Arbeit begann, Laienbetreuerinnen professionell zu schulen. Jeanette Schwerin war auch eine Brückenbauerin, die versuchte, die Gräben zwischen den verschiedenen Hilfsvereinen (aus dem bürgerlichen, dem konfessionell definierten und dem sozialistischen Lager) zu vermitteln und so zu einer höheren Schlagkraft zu kommen. Als sie am 14. Juli 1899 starb, übernahm Alice Salomon ihre Nachfolge im Bund Deutscher Frauenvereine.    [TA]


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