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17. Juli 2009, 9. Jahrgang, Ausgabe 29 Ausgabe: Nr. 29 » July 16, 2009

Gesamthaft positiv und erfreulich

von Jacques Ungar, July 16, 2009
Die Teilnahme der Schwiter Makkabi-Delegation an der 18. Makkabiade in Israel steht unter einem guten Stern, und zwar sowohl in sportlicher als auch in gesellschaftlicher Sicht. Das bestätigte Jürg Anner, Präsident von Makkabi Schweiz, gegenüber tachles.
18. MAKKABIADE IN ISRAEL Die Schweizer Mannschaft bei der Eröffnungsfeier

Im Tennis etwa stach Simon Felix, Finalist an den diesjährigen Junioren-Meisterschaften in der Schweiz, durch ausgezeichnete Resultate hervor, und die Ergebnisse der ersten beiden Spiele der Fussballer (4:1 gegen Deutschland und 1:1 gegen Russland, beide Spiele in Haifa ausgetragen) sind aus schweizerischer Sicht eine Sensation. Auch für die weiteren Einsätze zeigt sich Anner optimistisch: «Gegen Israels U-21-Team stehen wir wahrscheinlich zwar auf verlorenem Posten, doch gegen die Kanadier liegt einiges drin, und mit einem einigermassen guten Torverhältnis könnten wir sogar in den Viertelfinal gelangen.» Auch die Golfer und Golferinnen, die zu Beginn der kommenden Woche zum Einsatz gelangen, sind guten Mutes.
Der Eröffnungsabend der Sportspiele am Montag war laut Anner einer der emotionalen Höhepunkte der Makkabiade, wobei bedauert wurde, dass sich Präsident Shimon Peres und Premier Binyamin Netanyahu fast ausschliesslich auf Ivrit an die Gästen gewendet haben. Das konnte aber dem positiven und erfreulichen Gesamteindruck, den die Schweizer Makkabianer in Israel bis jetzt gewonnen haben, keinen Abbruch tun.
Neben den sportlichen Aspekten seien auch die finanziellen erwähnt, ohne welche die Delegation gar nicht zustande gekommen wäre. Jürg Anner: «Wir haben ein tolles Sponsoring zustandegekriegt, mit einem Polster für die Weiterarbeit.» Der Makkabi-Präsident stellt schliesslich mit Genugtuung fest, dass viele jüdische Jugendliche aus der Schweiz durch das Mitmachen bei der Makkabiade mit einem Mal Freude an jüdischen Kontakten bekommen hätten: «Die Spiele haben mich in meiner Ansicht bestärkt, dass wir auch in der Schweiz die Idee des Sports im Judentum als gesellschaftlichen Katalysator fördern müssen.» Die Makkabiade könne, so Anner, eine sehr wichtige Rolle bei der Integration von Juden und Jüdinnen spielen. «Wir müssen nur die Augen offen halten, dann sehen wir problemlos die Jugendlichen, die nur darauf warten, zum Mitmachen eingeladen zu werden.»





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