Ich darf das
Der Beginn des Buches lässt schon auf seinen weiteren Inhalt schliessen: «Mein Name ist Oliver Polak, ich bin 30 Jahre alt – und ich bin Jude. Sie müssen trotzdem nur lachen, wenn es Ihnen gefällt.» Polak blickt auf seine Jugend in Papenburg im Emsland zurück. Es geht um die beiden Freistunden während des Religionsunterrichts, die er mit einem Muslim und einem Zeugen Jehovas verbringt, um die religiöse Erziehung durch die herrische Mutter und die daraus folgende Psychotherapie, seine doppelte Beschneidung und um die Gemeinsamkeit zwischen Juden und Jamaikanern. Manchmal geht Polak mit seinem Humor ein bisschen weit, aber er darf das – er ist Jude! So lautet auch der Titel seines 2008 erschienen Buches. Auf seiner Website äussert der Autor eine Bitte: «Lesen Sie dieses Buch nicht aus schlechtem Gewissen oder politischer Korrektheit. Kaufen Sie sich für diesen Zweck lieber ein zweites Exemplar.» Im Juli wird Polak in Zürich aus seinem Buch lesen.
Dienstag, 7. Juli, 20.00 Uhr, Kaufleuten, Pelikanstrasse 18, Zürich. Eintritt: 25 Franken.


