Für die Schwächsten der Gesellschaft
Als schwächste Mitglieder der Gesellschaft sind Kinder von wirtschaftlichen Problemen stets besonders schwer betroffen. Hier will Wizo Aviv, die jüngere Generation der bestehenden Wizo, einhaken. Das Ziel ist dabei ein doppeltes: Nicht nur möchte man etwas für die Kinder in Israel tun und beispielsweise Waisenhäuser, Kindergärten und Sommerlager unterstützen, gleichzeitig sollen die Kinder hierzulande lernen, dass es viele Kinder in Israel gibt, denen es nicht so gut geht wie ihnen. Dieses Konzept kommt denn auch im Slogan «Kids for Kids» zum Ausdruck.
Alle Einnahmen gehen nach Israel
Als Auftaktveranstaltung organisiert Wizo Aviv am 5. Juli eine sogenannte Summer Party im Gemeindehaus der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich. Für Kinder und Jugendliche allen Alters werden zahlreiche Aktivitäten angeboten: Etwa die Möglichkeit, mit einem Profispieler Basketball zu spielen, für die weniger Sportlichen werden Zuckerwatte und Hotdogs angeboten. Mit den Einnahmen dieses Projekts soll ein dreitägiges Summercamp finanziert werden.
Präsidentin Nirit Meron-Grünwald ist es wichtig, dass die Veranstaltung lebendig wird, dass die Leute – vor allem natürlich die Kinder – Spass daran haben. Wizo Aviv möchte hier eine Lücke füllen, die die Wizo bislang noch nicht abdeckt: Kindergerechte Veranstaltungen, die ein breites Publikum und nicht nur Grossspender ansprechen. Tatsächlich gibt es Wizo Aviv bereits in vielen anderen Ländern, und auch in Zürich existierte bereits ein Ableger, der dann allerdings eingeschlafen ist. Mit einem motivierten Team von sieben weiteren Frauen möchte Meron-Grünwald dieses Konzept nun reaktivieren. Sie sieht Wizo Aviv als eine Ergänzung zur bereits bestehenden Wizo; die Anbindung an die Mutterorganisation hat nebenbei auch noch den Vorteil, dass Spenden an Wizo Aviv von Beginn an von den Steuern abgesetzt werden können.
An Ideen mangelt es nicht
Ebenso wichtig wie die Unterstützung von wirtschaftlich schwachen Familien ist der pädagogische Aspekt: Die Schweizer Kinder sollen schon früh teilen lernen. «Wir wollen den Kids vermitteln, dass es Kinder in Israel gibt, denen es an allem fehlt», so Meron-Grünwald. So soll der Grundgedanke «Kids for Kids» denn auch bei zukünftigen Veranstaltungen leitend sein; geplant sind etwa ein Malwettbewerb mit anschliessender Versteigerung und ähnliche Dinge. An Ideen und an Energie mangelt es auf jeden Fall nicht. Darauf angesprochen, ob angesichts der Wirtschaftskrise der Zeitpunkt für die Gründung einer weiteren Spendenorgansation nicht ungünstig sei, meint Meron-Gründwald: «Im Gegenteil. Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten sind Organisationen wie Wizo Aviv dringend nötig. Denn wenn es uns etwas schlechter geht, geht es denen, die nichts haben, noch schlechter.»
Die Summer Party von Wizo Aviv findet bei jeder Witterung am Sonntag, 5. Juli, von 11.00 bis 15.00 Uhr im Gemeindehaus der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich, Lavaterstrasse 33, statt.


