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12. Juni 2009, 9. Jahrgang, Ausgabe 24 Ausgabe: Nr. 24 » June 11, 2009

Spesen

June 11, 2009
Die teilweise geradezu grotesken Spesenrechnungen der britischen Parlamentarier sorgen nach wie vor für gehörige Unruhe in der britischen Politik.
Benjamin Disraeli

Premierminister Gordon Brown  steht unter Dauerbeschuss und seine Partei musste bei der Europwahl eine herbe Schlappe einstecken. Zumindest mit Spesenproblemen musste sich Benjamin Disraeli nicht herumschlagen. Der konservative Politiker jüdischer Herkunft, der eng mit Königin Viktoria befreundet war und von 1874 bis 1880 das Amt des Premiers versah, residierte in der fürstlichen Hughenden Mansion, und bis heute ist nichts darüber bekannt, dass er Gärtnerrechnungen oder den Kauf seiner Möbel den Steuerzahlern aufgebürdet hätte. Dies gilt auch für den Schreibtisch aus Nussbaumholz und Vogelaugenahorn, der nächsten Mittwoch an einer Versteigerung des Auktionshauses Bonhams in San Francisco unter den Hammer kommt. Der Tisch, den Disraeli als «grössten Schmuck» seiner Bibliothek bezeichnete, wird auf 4000 Pfund geschätzt – das ist deutlich weniger, als sich Gordon Brown für Gärtnerdienste vergüten liess.    [sis]


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