Proteste an humanitärem Anlass
Am Montag, 2. März, veranstalteten die Freunde der Organisation Nehei Tzahal Bet-Halochem in Genf einen Gala-Abend zur Unterstützung von Attentats- und Kriegsopfern in Israel. Die humanitäre Organisation gewährt mehr als 51 000 Betroffenen eine angemessene Rehabilitation und Wiedereingliederung in den normalen Alltag. Die Dienstleistungen decken Physiotherapie und diverse Sport- und Freizeitaktivitäten ab, die speziell auf die Umstände der Mitglieder angepasst sind.
Komplikationen
Beim diesjährigen Gala-Anlass wurden das Organisationskomitee und die Gäste mit einer gewaltbereiten, durch die Vereinigung Collectif Urgence Palestine aufgehetzten, etwa 100-köpfigen Menschenmenge konfrontiert. Die Demonstranten provozierten mit Hasstiraden und Nazisaluten, teils kam es sogar zu Gewaltakten in Form von Steinwürfen. Dieselbe Organisation hatte zuvor erfolglos versucht, die Veranstaltung zu verhindern, indem sie ein Schreiben mit fragwürdigen Angaben an die zuständigen Genfer Behörden gesandt hatten. Zudem wurden die Organisatoren sowie deren Partner mit Drohungen beschimpft, so dass die für diesen Abend engagierte Künstlerin Anne Roumanoff kurzfristig ihre Beteiligung zurückzog und ein neuer Gast gesucht werden musste. Trotz der Komplikationen wurde der Abend durchgeführt.
Nicht tolerierbar
Die Aktivisten sollten die Gäste zumindest abschrecken, vielleicht sogar verletzen. Obwohl die Demonstration bewilligt war, wurde teilweise Gewalt gegenüber der Polizei angewandt. Das ist jedoch kein Einzelfall. Schon während des Gaza-Kriegs zeigte sich bei bewilligten «Kundgebungen» und Protestaktionen vermehrt die Gewaltbereitschaft der pro-palästinensischen Aktivisten. Das Komitee der Freunde der Nehei Tzahal
äusserte sich in einer kurz darauf erschienen Pressemitteilung zu diesem Thema: «Vor allem in der Schweiz ist es schlichtweg nicht tolerierbar, dass Individuen mit Hilfe von Mitteln, die ansonsten allein autokratischen Regimen vorbehalten sind, versuchen, unsere humanitäre und noble Aktion zu Gunsten eines noblen und humanitären Zwecks zu unterbinden.»


