Greenberg gegen AIG
Im Jahr 2005 musste Maurice «Hank» Greenberg seinen Posten als CEO nach einem Buchhaltungsskandal räumen. Heute wird Greenberg von seinem Nachfolger für die gewaltigen Investitionen in das Geschäft mit Derivaten verantwortlich gemacht, die sein Lebenswerk an den Rand des Zusammenbruchs geführt haben. AIG hat im letzten Quartal unfassbare 62 Milliarden Dollar verloren und die US-Regierung nun zum vierten Mal um Hilfe gebeten. Der AIG-Vorsitzende Edward Liddy erklärte, der 83-jährige Greenberg sei verantwortlich für die Katastrophe, die den Weltmärkten zu Beginn dieser Woche Heulen und Zähneklappern beschert hat. Doch Greenberg lässt das nicht auf sich sitzen. Er hat am Montag Klage gegen den Konzern eingereicht, weil er die AIG-Aktien in seinem Pensionspaket zu «überhöhten Preisen» erworben habe. [am]


