Kündigung
In dem Schreiben droht Israel Chemicals Ltd. mit rechtlichen Schritten gegen den deutschen Autobauer, für den Fall dass VW seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dead Sea Magnesium nicht nachkommt; es geht um einen Betrag von rund 80 Millionen Dollar. Dead Sea Magnesium war 1995 unter der Schirmherrschaft des da-maligen Bundeskanzlers Helmut Kohl sowie des amtierenden israelischen Premierministers Itzhak Rabin als Joint Venture zwischen Israel Chemicals und Volkswagen – unter Ferdinand Piëch – gegründet worden. Im November des vergangen Jahres hatte sich Volkswagen noch für eine Fortsetzung des Joint Ventures ausgesprochen, doch bereits einen Monat später kündigten die Wolfsburger die Zusammenarbeit ohne Vorankündung und ohne Nennung von Gründen auf. Volkswagen verstösst damit nicht nur gegen den Vertrag mit seinem israelischen Partner, sondern auch gegen die Abmachung mit den drei israelischen Banken, die die Kredite bereitstellten. [sis]


