Evergreen
Dass Friedrich Hollaender den Auftrag für die Filmmusik bekam, war Zufall. Denn eigentlich war er nur der Klavierbegleiter einer Schauspielerin, die beim Regisseur Josef von Sternberg vorsprach. Sie erhielt keine Rolle, aber von Sternberg engagierte den damals 33-jährigen Komponisten für die Filmmusik. Friedrich Hollaender stammte aus einer Familie, die mit Musik, Theater und Film eng verbunden war. Sein Vater war der bekannte Operettenkomponist Victor Hollaender, seine zwei Onkel Felix und Gustav bekannte Grössen in Berlins Kulturleben. Die goldenen zwanziger Jahre waren die Hochzeit Friedrich Hollaenders, der mit ebenso gescheiten wie witzigem Revuen das Publikum begeisterte. 1933 floh Hollaender nach Frankreich, ein Jahr später in die USA. Wer Friedrich Hollaenders Lieder aus den Zwanzigern live hören möchte, kann dies in «Wenn ich mir was wünschen dürfte … Kein Liederabend» des Ensemble Miroir vom 28. Januar bis 1. Februar im Theater Stok in Zürich. [em]


